Mittwoch, September 23, 2020

Pocahontas - Textdiskussion

Neil Young und Pocahontas

Unsere Neil Young Infoseite wird tagtäglich von vielen Fans und Interessenten aufgesucht. Sie wissen, dass man auf dieser Seite alles nachlesen kann was es Neues über Neil, seine Konzerte oder neue CD/ DVD gibt.



Auch viele Neueinsteiger befinden sich unter ihnen, die durch seine Songs oder Freunde auf Neil aufmerksam geworden sind. Das gab mir Grund zur Überlegung, den neuen Fans einige seiner Lieder etwas näherzubringen. Dank unserer fleißigen Übersetzer lassen sich die deutschen Übersetzungen unter der Rubrik `Chords und Texte` nachlesen. Doch nicht alle Texte sind gleich verständlich. In einem ganz privaten Rahmen habe ich vor noch nicht all zu langer Zeit mit einem Bekannten über den Song `Pocahontas` diskutiert und ich stellte fest, dass Neil Young seine Texte so schreibt, dass wir darüber nachdenken sollten.

Ich möchte heute versuchen, mit Euch gemeinsam über diesen Song zu sprechen und ihn zu analysieren.  Ihr könnt im Anschluss gerne einen Komentar dazu abgeben und Eure Meinung dazu schreiben. Neils Lieder laden uns zu Interpretationen ein.

Pocahontas


Diesen Song widmet er den Indianern, für die er sich schon viele Jahre einsetzt. Er kämpft für ihre Gleichberechtigung, die bis heute nicht erreicht wurde (leben z.B. oft noch in Resevaten). Neil klagt den weißen Mann an, der sich mit seiner Arroganz und seine Habgier wie eine Bestie um Sechzehnhundert über das Land der Indianer stürzte und den Atem des Todes über seine Ureinwohner hauchte. Er mordete, vergewaltigte, raubte. Er verbrannte die Erde und machte die Indianer zu Sklaven.

Neil wünscht sich zurück in die Zeit, als Pocahontas noch lebte.Sie war eine Häuptlingstochter, die geraubt und nach England verschleppt wurde. Am englischen Hofe war sie als königliche Botschafterin anerkannt, starb aber noch jung an Jahren an einer Zivilisationskrankheit. Sie hat ihre Heimat nie wieder gesehen.

Neil wünscht sich, mit ihr die Weite der Prärie zu erleben. Die Freiheit des damaligen Indianervolkes zu erfahren, die die amerikanische Urbevölkerung bis heute nicht bis zu hundert Prozent erleben darf. Vor seinem geistigen Auge läuft ein Film ab. Er sieht sich mit Pocahontas (stellvertretend für ihr Volk) und Marlon Brando (der sich wie Neil für die Rechte der Indianer stark einsetzt) am Lagerfeuer sitzen. Über ihnen die Weite des Universums, die ihnen ein Gefühl von Freiheit vermitteln.

Sie führen gemeinsam ein Gespräch über die Astrodome (kuppelförmiges Stadion, auch das achte Wunder der Welt genannt), den ersten Wigwam und wünschen sich ein friedliches gemeinsames Leben der Indianer und des weißen Mannes. Warum ist das bis heute nicht möglich?

Neil Young setzt ein Zeichen, indem er für die Rechte der Indianer kämpft und sich für Benachteiligte einsetzt. Solche Menschen werden in dieser Welt gebraucht. Jeder von uns kann sein eigenes Zeichen setzen und nicht schweigend Ungerechtigkeiten zusehen. Nicht abwarten was die Mehrheit tut, sondern handeln wo Handlungsbedarf besteht.

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