Mittwoch, Oktober 16, 2019

Human-Highway.DE Mailinglistentreffen in Sömmerda am 12.05.2007

Ein halbes Jahr etwa, nachdem Jens die deutsche Human-Highway Neil-Young Mailing-Liste ins Leben rief, war die Zahl der Mitglieder soweit angewachsen, dass ein reger Mail-Austausch stattfand. Einige der aktivsten pflegten inzwischen auch telefonischen Kontakt. So wurde die Idee geboren, ein Treffen zu organisieren, um sich persönlich kennen zu lernen.

Für Roland von der Bozz Rockband war es eine Freude, dies in seiner Heimatstadt Sömmerda (Thüringen) zu organisieren. Der 12. Mai 2007 wurde als Termin festgelegt. Jeder weiß natürlich: So ein Event macht nicht nur Spaß, sondern es ist ebenso mit viel Arbeit verbunden.

Roland schuftete schon im Vorfeld: Er gestaltete ein tolles Plakat, organisierte die Räumlichkeiten und verpflichtete das Team seiner Stammkneipe „Zum Grünen Bogenschützen“ für die Bewirtung der Gäste. Dieses Team musste uns natürlich original Thüringer Bratwürste mit Born-Senf offerieren.

Am Vortag des Events ging es los. Roland und seine Mannen starteten mit den Vorbereitungen. Mit einer riesigen Stadtkulisse, auf Leinen gemalt, schmückten sie die Wand hinter der Bühne. Dieses Bild stammt noch aus den 80er Jahren. Wer es auf den Fotos oder auf der DVD anschaut, wird feststellen: Es ist ein kleines Kunstwerk. Da das Treffen in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Kondensatorenfabrik stattfinden sollte, musste eine Bühne errichtet werden. Die Firma F Trans sponserte dafür Euro-Paletten. Das Hineinschleppen erforderte Kraft und war schweißtreibend. Schließlich wurde noch die Technik aufgebaut und geprüft. Jeder, der das einmal erlebt hat, kennt auch diese harte Arbeit: Das Schleppen der schweren Geräte, das Anstöpseln und und und...

Am Tagesende dann aber etwas Vergnügliches. Die ersten Gäste, die in Sömmerda eintrafen, waren Michael und seine Frau Monca. Sie reisten schon freitags aus Berlin an und verbrachten den Abend gemeinsam mit Roland und seinen Leuten im „Bogenschützen“. Eine lange Nacht mit reichlich Bier!

Dann kam er, der 12. Mai: Ein Tag, an den wir uns ewig erinnern werden. Am frühen Nachmittag rollten die Leute langsam an. Aus ganz Deutschland trudelten sie ein: Thüringen, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, NRW, Sachsen-Anhalt.

Unter den ersten Gästen befanden sich Inge und Norbert, Gitte und Helmut, Rolands Studienkumpel Frank und natürlich Jens. Unser „Boss“ brachte nicht nur seinen Freund Thomas mit, sondern auch eine Kiste Bamberger Rauchbier. Etwas später erreichte Albert Sömmerda. Ihn begleiteten 10 Leute, unter ihnen seine Frau Sandra und die Bandkollegen Jörg und Raimund. Langsam füllte sich der Raum. Die Begrüßungen hörten nicht auf. Unter den Anwesenden fanden inzwischen intensive Gespräche statt. Und irgendwann packte jemand die Gitarre aus und spielte vor dem offiziellen Beginn den ersten Neil-Song. Nun konnten wir es wirklich kaum mehr erwarte





Gegen 20 Uhr betrat Jens die Bühne, um uns alle zu begrüßen. Er erzählte, was ihn bewegte, die Internetseite ins Leben zu rufen. Außerdem berichtete er von seinen Aktivitäten seit dem Start der Seite und dankte allen fleißigen Helfern. Lizas Arbeit muss an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden. Sie übersetzte einen Text nach dem anderen.Zuletzt wünschte Jens uns einen tollen Abend mit reichlich Musik vom Meister.

Jens

Jens und Roland
Endlich kam die erste Band auf die Bühne und startete mit einem akustischen Teil. Natürlich waren das unsere Gastgeber, die Bozz Rockband aus Sömmerda in Thüringen. www.bozzrockband.de Der erste Titel des Abends, weil ein Treffen des deutschen HH, war “Human Highway“. Nach stürmischem Beifall ging es weiter. Es folgten “Sail Away”, “Comes A Time”, “Tell Me Why” und “Old Ways”. Titel, die jeder von uns schon zig mal hörte, zauberten dennoch ein tolles Gefühl in uns. „Let It Shine“, “Hey Babe“ und “Pocahontas“ waren die nächsten Songs. Inzwischen sangen viele von uns leise mit. Nach “Captain Kennedy“ und “Love Is A Rose“ beendete die Bozz Rockband ihren ersten Teil mit “Eldorado“ und erntete tobenden Applaus. Den verdienten sie auch, denn es war einfach herrlich, was sie uns zeigten.
In der nächsten Stunde lauschten wir der Musik von Micha von den Young-sters aus Berlin. www.seventyroads.de Ein Mann, Gitarre und Mundharmonika im Gepäck, das war Gänsehaut pur. Er starte mit “Out On The Weekend”. Weiter ging es mit “Harvest Moon“, “Campaigner”, “Old Mann” und “From Hank To Hendrix”. Im Hintergrund lief eine klasse Dia-Show, die uns Neil noch näher brachte. Ein Dank an Michas Frau Monca, die dafür die ganze Zeit am Laptop saß. Micha spielte als nächste Titel “The Needle And The Damage Done”, “Double E” und “Slowepoke”. Wer bis jetzt noch nicht mitsang, stimmte spätestens bei “Helpless“ ein. Einfühlsame Balladen folgten: “Winterlong“, “I Am A Child“ und “Looking Forward“. Bei “Daddy Went Walkin’“ setzte rhythmisches Klatschen ein, bei “My My Hey Hey“ hörte man das Publikum dann richtig laut. Die Stimmung war super! Michas letzter Song war “World On A String“. Wir bedankten uns mit riesigem Beifall für den zweiten akustischen Teil des Abends.
Micha machte die Bühne für Albert, Jörg und Raimund von Crazy Young aus Hülchrath in NRW frei. cms.schlosshuelchrath.com Albert umrahmte die Songs der Band mit einer Geschichte und zog uns alle damit in seinen Bann. Hier ist sie in Kurzform. Albert schrieb diese Listen-Mail am 14.05.2007, 2 Tage nach dem Fest, an Rainer, der leider nicht kommen konnte.

"Hi Rainer,
hier die Setliste von Crazy Young:
- Die Geschichte einer Reise von Chicago bis Ancorage / Alaska.
Per Anhalter den Yellow Head rauf und wieder runter.
Immer auf den Spuren von Neil. Aber leider immer wieder verpasst:
Von den Zuckerbergen und
Hilflosigkeiten und den Dingen die zwischen den
Wörtern stehen.
Der Gewalt in Ohio und der Trennung
unten am Fluss.
Cortez der Mörder und die
Schüsse an der Grenze
folgen dem Orkan Deiner Liebe.
Dann ist es doch wieder zu Ende, wieder zu Ende.
Und natürlich nicht zu vergessen: die elendigen Mücken auf der Reise.
Die vergesse ich nie!!
Hab ich was vergessen?
Albert, Crazy Young, it`s all one song"

Jeder kann daraus entnehmen, welche Titel uns Albert, Jörg und Raimund am Abend präsentierten. Albert trug die Geschichte total emotional vor, das faszinierte uns. Mit verdientem Applaus verließen die drei Musiker die Bühne.
Plötzlich betrat ein Überraschungsgast die Bühne. Er hatte die ganze Zeit über ruhig im Hintergrund gestanden. Es war Thomas von der Band Youngtime aus Gotha in Thüringen. Mit seinem Banjo spielte er Titel wie "For The Turnstiles", "The Old Country Waltz" und "After The Goldrush" . Es hörte sich toll an und brachte durch das Banjo ein anderes Feeling. Auch Thomas bekam stürmischen Beifall.
Gegen Mitternacht startete nach einer kurzen Pause die Bozz Rockband mit ihrem elektrischen Teil. Der erste Song: "Hey Hey My My". Eine Wahnsinnsstimmung, viele sangen lauthals mit und tanzten. Nach "Be The Rain" folgte "Cortez The Killer".

Danach stellte die Bozz Rockband zwei ihrer eigenen Titel vor: "Darkness All Around Me" und "Stadt im Regen 9/11" . "Stadt im Regen" stellte Roland auf der LWW-Liste ein. Ein deutsprachiger Titel landete dort sofort unter den 50 besten Songs. Spitze! Übrigens, die Bozz Rockband freut sich über jeden Klick.

Rockig ging es weiter mit "Like A Hurricane", "Throw Your Hatred Down" und "After Berlin". Zum Abschluss des elektrischen Teils hörten wir dann "Southern Pacific". Die Fläche vor der Bühne war gefüllt mit tanzendem Publikum. Alle waren begeistert von den Darbietungen der Band und bewegten sich zu den Neil-Rhythmen.
Nun kam die JAM-Runde.

Zuerst die Bozz Rockband und Albert von Crazy Young mit "I´m The Ocean" und "Helpless". Danach eine packende "Knockin´ On Heavens Door"-Albert-Version. "T-Bone" und "All Along The Watchtower" folgten. Noch nie vorher hatte Albert mit der Bozz Rockband gespielt. Es klang jedoch, als ob die Jungs schon jahrelang gemeinsam Musik machten.

Norbert aus Steinhagen, allen als Nobby bekannt, erhielt beim Singen nicht nur von seiner Frau Inge Unterstützung. Auch Gitte war nicht mehr zu halten und stürmte mit ihnen auf die Bühne. Sehr gefühlvoll und in hoher Stimmlage hörten wir "Four Strong Winds" und "Too Far Gone".

Als sich die ersten Gäste schon auf den Heimweg begeben hatten, kam Thomas aus Gotha noch einmal nach vorn. Der "harte Kern" stand vor ihm, hörte und sang mit.

Gegen 5 Uhr morgens dann das Aus einer gigantischen Party. Gitte und Helmut, Inge und Nobby, Monca und Micha, Iris und Mario, Roland, Frank und ich hielten am längsten aus. Unser Abschied sollte nicht für lang sein.
Schon am nächsten Tag trafen wir uns auf dem Gelände der alten Fabrik wieder. Plötzlich standen Tisch und Stühle im Hof, es wurde gefrühstückt. Auch Jens und sein Freund Thomas waren dabei. Nach kurzer Zeit nahm der Erste die Gitarre in die Hand, ein Kasten Bier tauchte auf. Micha, Nobby, Jens und Thomas spielten, alle sangen. Wir beschlossen: Ein 2. Treffen muss einfach folgen! Es hatte riesigen Spaß gemacht, ein super Wochenende.

Am frühen Sonntagnachmittag schließlich der Abschied. Etwas traurig, aber mit einem tollen Gefühl, ging es Richtung Heimat. Schön war es, sich mit Gleichgesinnten getroffen zu haben. Freundschaften entstanden, die vielleicht ein Leben lang halten
Vielen Dank Jens, dass du die Seite ins Leben gerufen hast.
Roland, ein Dankeschön für die Organisation und deine Arbeit am ganzen Wochenende.
Lob und Dank allen Musikern. Ihr wart spitze!
Herzlichen Dank auch den anderen Helfern aus Sömmerda, dem fleißigen Team des "Bogenschützen" und den Leuten, die beim Auf- und Abbau halfen.

It's all one team, it's all one song!

Constanze


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