Samstag, September 21, 2019

Jim Messina


 Jim Messina Jim Messina

Bass, Gesang

Buffalo Springfield Again (als Toningenieur), Last Time Around, Retrospective, Neil Young (Album), Box Set

Offizielle Webseite
Interview mit Infos über Neil Young und Buffalo Springfield (Uncut.co.uk)
Video von Loggins & Messina Changes Live 2005

Jim Messina wurde nicht nur als Toningenieur und Bassist von Buffalo Springfield bedeutsam für Neil Young, sondern aus heutiger Sicht vor allem durch ein ungewöhnliches Ereignis, welches sich 1968 zugetragen hat. Jim begleitete Neil am Bass bei den Aufnahmen zu dessem Solo-Debut-Album. Messina erschien bei den Sessions zusätzlich mit einer schwarz eingesprühten Gitarre, einer 1953er Gibson Les Paul. Und Neil gefiel das Ding. Er fragte ihn, ob er sie ihm abkaufen könne. Doch da Jim nur diese eine Gitarre hatte, und er diese bei seiner neuen Band Poco spielen wollte, lehnte er zunächst ab. Andererseits hatte er aber Probleme sie richtig zu stimmen. Er tauschte schließlich seine Les Paul gegen eine orangene Gretsch von Neil Young. So begann die Geschichte von Neils berühmter "Old Black", von der man heute sagt, sie hätte jetzt einen Marktwert von bis zu 300.000 $. Aber auch Jim spielt die orangene Gretsch immer noch.

James Melvin Messina ist am 05.12.1947 in Maywood, Kalifornien geboren. Er wuchs zum Teil hier bei seinem Vater, zum Teil auch in Texas bei seiner Mutter auf. Sein Vater war selbst halb-professioneller Musiker. Hierdurch begann Jim bereits mit 5 Jahren Gitarre zu spielen. Beeinflusst wurde er von der Musik von Elvis Presley, Ricky Nelson, Dick Dale and the Deltones sowie von The Champs.

Mit 17 Jahren hat er auf Anfrage eines DJs zwei Alben produziert. Sie waren zwar nicht erfolgreich, aber sie waren sein Startschuss in eine Karriere als Produzent und Toningenieur. Nach weiteren gemeinsamen Arbeiten mit dem DJ bekam er schließlich einen Vertrag als zweiter Toningenieur bei Hollywoods Sunset Sound Studios. So war er an Alben-Produktionen für The Doors, Lee Michaels und Herb Alpert & the Tijuana Brass beteiligt.

David Crosby, für den er die Debut-Aufnahmen der jungen Joni Mitchell als Toningenieur betreute, vermittelte ihn 1967 an Buffalo Springfield. Sie benötigten für die bereits laufenden Aufnahmen zu ihrem zweiten Album "Buffalo Springfield Again" einen neuen Toningenieur, weil der bisherige anderweitig beschäftigt war. So übernahm er den vakanten Posten und brachte die Aufnahmen zu den Songs "A Child´s Claim To Fame" und "Hung Upside Down" zu Ende. "Rock & Roll Woman", "Good Time Boy" und die Sound-Collage "Broken Arrow" wurden komplett von ihm, unterstützt von Neil Young, aufgenommen und abgemischt.

In den Folgemonaten ist er immer wieder als Toningenieur und als Produzent für sie tätig gewesen. Speziell für ihr letztes Album "Last Time Around" im Jahre 1968. Weil sich die meisten Bandmitglieder nicht mehr leiden konnten und daher auch nicht gemeinsam ins Studio gingen, war es seine Aufgabe die unterschiedlichen Aufnahmeteile im Studio zu einem Stück zu verschmelzen. Da ihnen wieder mal Stammbassist Bruce Palmer wegen seiner fehlenden US-Aufenthaltsgenehmigung fehlte, übernahm er selbst auch den Bass-Part auf mehreren Songs. Auch bei den wenigen Live-Auftritten in dieser Zeit hatte er den Bass gespielt. So wurde er zum offiziellen Band-Mitglied. Seine Songwriter und Lead-Sänger Qualitäten hört man beim Song "Carefree Country Day". Bei "Kind Woman" singt er die zweite Stimme.

Im selben Jahr gründete er mit dem Buffalo Springfield Rhythmus-Gitarristen und Lead-Sänger Richie Furay die Country-Rock-Band Poco. Zunächst wollten sie sich nach einer Comic-Figur Pogo nennen. Doch deren Schöpfer Walt Kelly hatte ihnen das untersagt. In der Gruppe übernahm Jim Messina die Lead-Gitarre. Auch als Songwriter und Sänger ist er in Erscheinung getreten. Rusty Young (Pedal Steel Guitar, Banjo, Dobro, Gitarre, Mandoline, Gesang), Randy Meisner (Bass, Gesang) und George Grantham (Schlagzeug, Gesang) vervollständigten das Gründungsquintett. 1969 erschien ihr Debut-Album "Pickin´ Up The Pieces". Es erreichte allerdings nur kurzzeitig die Top 50 der US-Charts. Noch im selben Jahr ersetzte Timothy B. Schmit Randy Meisner am Bass. Meisner wurde Mitbegründer der legendären The Eagles. 1977 wiederholte sich die Geschichte, als Schmit auch hier Meisner am Bass beerbte.

Nach den Plattenaufnahmen zu "Poco" (1970) und "Deliverin´" (1971), welches Platz 26 in den US-Charts erreichte, verließ Jim Messina bereits im Oktober 1970 die Band, um eine Karriere als Produzent anzustreben. Er wurde durch Paul Cotton ersetzt.

Im November machte er die Bekanntschaft des jungen Sängers und Gitarristen Kenny Loggins. Sie hatten bereits ein paar Songs in Jims Wohnzimmer aufgenommen, als Messina von Columbia Records einen Vertrag als unabhängiger Produzent erhielt. Sie fingen an im Januar 1971 ein Solo-Album für Kenny zu produzieren. Doch nachdem Messina ihn auch als Lead-Gitarrist und Sänger maßgebend begleitet hatte, entschieden Sie das Projekt unter dem Namen "Kenny Loggins With Jim Messina Sittin´ In" zu veröffentlichen. Als Loggins & Messina hatten sie insgesamt neun erfolgreiche Rock-Pop-Alben herausgebracht. Allein in den USA bekamen sie zwei Gold- und fünf Platinauszeichnungen. Ihre größten Single-Hits waren "Watching The River Run", "Travelin´ Blues", "Danny´s Song", "Your Mama Don´t Dance" und "Pathway To Glory".

Nach der Trennung 1976 versuchten sich beide an einer Solo-Karriere. Doch während Kenny Loggins mit Welthits wie "Footloose" und "Danger Zone" zum Weltstar wurde, den Grammy gewann und für seine Soundtrack-Songs mehrere Oscar-Nominierungen hatte, gelang Jim Messina der Solo-Durchbruch nicht. Seine Alben "Oasis" (1979), "Messina" (1981) und "One More Mile" (1983) verkauften sich nur schleppend. Schließlich betätigte er sich mit der Malerei und als Songwriting-Lehrer.

1988/89 gab er sein Comeback bei Poco. In der 1968er Originalbesetzung brachten sie 1989 das Album "Legacy" heraus. Es war insgesamt bereits das 19. Album der Band in den unterschiedlichen Besetzungen. Es wurde äußerst erfolgreich und wurde mit einer Goldenen Schallplatte prämiert, der zweiten insgesamt für die Gruppe. Mit "Call It Love" und "Nothing To Hide" beinhaltete es zwei US-Top 40 Hits. Nach ausgiebigen Tourneen und mehreren Personalveränderungen verließ Jim Messina 1991 wieder die Formation.

Im Januar 1996 gründete er Jim Messina´s Songwriters´ Performance Workshop, bei dem Nachwuchs-Musiker das Singer-Songwriting und das Live-Auftreten erlernen können. Im selben Jahr erschien unter dem Namen "Watching The River Run Revisited" eine Greatest-Hits-CD auf dem Markt, die sein gesamtes Schaffen in den verschiedenen Bands durchleuchtete. Bis heute geht er regelmäßig mit seiner eigenen Band auf Tour.

2004/05 folgte das Comeback des Duos Loggins & Messina, welche nach einer erfolgreichen Tournee die Best-Of-CD "Loggins & Messina Sittin´ In Again" und eine gleichnamige DVD veröffentlichten.

2008 kamen plötzlich Jim Messina und auch Richie Furay wieder zurück zu Poco und gaben mehrere Live-Konzerte in der Wildwood Lodge in Steelville, Missouri. Auch im Frühjahr 2009 gaben sie mehrere Konzerte an verschiedenen Orten in Kalifornien.

Loggins & Messina geben im Sommer und Herbst 2009 ein erneutes Comeback. Sie gehen auf eine ausgiebige Tour durch die Staaten.





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