Dienstag, November 12, 2019

Warum Neil !! -Teil 1

 

Ich lernte Neils Musik mit 15 Jahren kennen.

Damals lebte ich in einem Vorort von Dortmund,

Meine „Sugar Moutains“!

Ich bekam von meinen Eltern meine erste Gitarre geschenkt.

Ich hatte das Glück, daß meine Familie sehr musikalisch war. Meine Mama spielte gerne Klavier und Papa begleitete sie auf der Quetschkomode oder der Mundharmonika. Es waren oft Freunde und Nachbarn bei uns und viele gesellige, musikalische Abende bleiben in meiner Erinnerung.

Meine Eltern waren sehr tolerant gegenüber anderen Musikstilen und ich konnte rocken nach Herzenslust.

 

Lieber Uwe, meine Lieblingsgitarre zu dieser Zeit war die von Dir beschriebene „Luftgitarre“ (manchmal auch Federballschläger).

 

Damals, es war im Musikhaus  „Jellinghaus“ in der Dortmunder Innenstadt,

nahm ich dieses seltsam anders wirkende LP-Cover aus dem Regal.

„Harvest“, brandneu, Hippie, Pappe!

Ich mochte erst nur das Cover, - es wurde ein neues Leben.

 

Vorher versuchte ich mich an den Songs von CCR, meine Lieblingsband bis dahin. Ich hatte einige Unterrichtsstunden auf der Gitarre bei einem Volksmusiker absolviert. Das war wirklich hilfreich, denn er brachte mir die wenigen Grundgriffe bei, mit denen ich bis heute immer noch gut klarkomme.

Neil macht im Grunde auch nicht viel mehr.

Es ist ganz einfach mit dieser Grundtechnik.

 

Sein wesentliches Geheimnis liegt im „weglassen“, den Schwingungen dazwischen, einen Ton sich selbst entwickeln zu lassen. gesungen oder gespielt. Welcher Gitarrist kann schon 34 mal den selben Ton anschlagen und es entführt dich in den musikalischen Himmel.

 

Oh, da komme ich schon wieder ins schwärmen, gemach gemach Albert, erst mal wieder etwas sachlicher werden!

 

Fangen wir mal an mit „Helpless“

Früher auf „D“ gespielt, aber beginnend mit dem „C“ fällt es im Alter doch erheblich leichter =;-))

 

C              G                    F

There is a town in north Ontario,

Nun, es gibt meines Erachtens einen wesentlichen Aspekt in Neils Gitarrenspiel.

Es ist nicht die linke Hand (Grifftechnik) die seinen Sound ausmacht, sondern die rechte Schlaghand (Linkshänder please change).

Früher hat er sehr viel häufiger ein Plectrum benutzt, heute spielt er auch seine °Old Black° fast immer mit seiner besonderen Zupftechnik. Auch er lernt immer noch und verändert sein Spiel, seinem Weg entsprechend.

Ein wesentlicher Unterschied zu vielen andern °Altstars°.

Bleiben wir zunächst beim Plectrum (kleines Plastikteil mit welchem man die Saiten anschlägt) und der Schlaghand.

Neil schlägt seine rockigen Stücke oft senkrecht auf die Saiten. Inklusive Anschlag mit dem Handballen um die Schwingungen abzustoppen oder eine Art „Schlagzeug“ auf den Gitarrenkorpus auszuüben, erzeugt das seinen typisch percussiven Sound.

 

Helpless, ganz einfach in der o.g. Griffstruktur

 

Ich begann wie gesagt mit CCR. Selbst auf einer ungestimmten Gitarre hämmerte ich den „Bad moon rising“ unter meinen Freunden rauf und runter. Betonung liegt auf “unter meinen Freunden“.

Keine Angst vor dem Auftritt! Die Freude an dem Selbermachen unter Freunden stand und steht bei mir ganz oben. Wir wollen keine Stars werden, sondern haben lediglich den Mut und die Lust uns da „oben“ hinzustellen und es einfach laufen zu lassen. Zuhörer sind wichtig. Alleine spielen auch.

 

C              G                 F

With dream comfort memory to spare,

Eins noch...!

Meistens wird Neil zu schnell gespielt (einschließlich Crazy Young =;-))

Immer langsamer als man meint spielt unser Meister,

Gott sei Dank!

 

„It`s all one song“

Bis bald,

Albert aus Hülchrath

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