Freitag, April 28, 2017
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Hilfe für Gitarristen: Akkorde - Teil 1 - Grundsätzliches

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SchwachSuper 
hallo Leute,

Ich möchte mich diesmal mit dem Thema Akkorde beschäftigen. Meine Hilfe richtet sich hauptsächlich an die ganz neuen, die Gitarre lernen wollen und sich nun so langsam mal an die ersten Songs machen möchten.

Im 2. Teil habe ich euch mal die ganzen Grundakkorde aufgeführt. Das sind die meist einfachen, die in den meisten aller Liedern vorkommen. Und mit diesen paar Akkorden könnt ihr auch die meisten Sachen außerhalb des Neil Youngschen Musikerlebens bestreiten. Im 4. Teil werde ich alle Akkorde auflisten, die in den Chords vorkommen. Du kannst die Tabellen dann ausdrucken und sie sozusagen als "Spickzettel" zu deinem persönlichen Songbook(s) packen.

Doch zuvor möchte ich mal von Grund auf beginnen:

Ich beginne mal ganz langsam mit einigen Tönen und zwar der allseits beliebten C-Dur Tonleiter.

C D E F G A H(B) C  (die Tonbezeichnung H ist in der internationalen Bezeichnung ein B und damit identisch)

Auf dieser Tonleiter baut sozusagen die Musik der westlichen Welt auf.
Diese Tonleiter umfasst eine komplette Oktave, das sind insgesamt 8 Tonstufen, wobei der unterste Ton (C) sehr ähnlich wie der oberste Ton (ebenfalls C) ist. Er klingt fast gleich, nur höher.

Wenn wir nun den Abstand zwischen den einzelnen Tönen betrachten, fehlen einige Zwischentöne, die ebenfalls in der westlichen Musikwelt eine Rolle spielen. Viele sind es nicht, nämlich genau 5 Stück und das sind

C# D# F# G# und Bb
der komplette Umfang der Oktave ist:
C C# D D# E F F# G G# A Bb B C
so das man feststellen kann, das der Abstand der Töne innerhalb der C-Dur Tonleiter so aussieht:
 1/2 1/2 


Die ersten 4 dieser Zwischentöne - auch Halbtöne genannt - werden Cis, Dis, Fis und Gis ausgesprochen. Im technischen Sinne liegen sie einen halben Ton über dem Grundton (C D F und G) Eine Besonderheit gibt es beim Bb, das b bezeichnet, das der Ton um eine Halbton niedriger ist. Eine andere Bezeichnung wäre A# bzw. Ais.

Schauen wir uns mal die E-Dur Tonleiter an

E F# G# A B C# D# E,
der komplette Oktavumfang ist also:
E F F# G G# A Bb B C C# D D# E
der Abstand der Töne innerhalbe der Tonleiter ist:
F# G# C# D# 
 1/2 1/2 


Wenn du diese Tonleiter mit der C-Dur Tonleiter vergleichst, stellst du sicherlich fest, das diese Tonleiter identisch aufgebaut ist, Der Abstand zw. C und D ist ein Ton, zwischen E und F# auch, der Abstand zwischen D und E ist wie be F# und G# ebenfalls ein Ton, der Abstand zwischen E und F ist 1/2 Ton wie auch zwischen G# und A u.s.w.

Wenden wir uns nun der Gitarre zu

In der normalen Stimmung ist der tiefste Ton einer Gitarre ein E

Bei einer Gitarre ist dies bekanntlichermaßen die unterste Saite, die ungegriffen diesen Ton erzeugt (gesetzt die Gitarre ist richtig gestimmt)

Schweifen wir mal ganz kurz ab und befassen uns mit der Stimmung einer Gitarre

Gitarren werden so gestimmt: E A D G (H)B E, d.h. die 2. Saite von unten wird auf den Ton A gestimmt, die dritte Saite auf den Ton D u.s.w.

Du kannst dir diese Stimmung ganz einfach merken: Eine Alte Dame Geht Heute(Blaubeerkuchen) Einkaufen (wobei sie natürlich entweder heute oder Blaubeerkuchen einkaufen geht / kauft)

Nun nimm dir mal deine Gitarre zur Hand und sieh dir das Griffbrett an.
Streich mit der rechten Hand über die Saiten und du spielst die Töne E A D G H E, was noch nicht sooo toll klingt. Irgendwie unharmonisch.

Wenn du jetzt einen Finger kurz vor dem ersten Bund der untersten Saite auf das Griffbrett drückst und (nur) diesen Ton anspielst, hast du einen neuen Ton erzeugt. Ein F. Das Bundstäbchen hat nun seine Bestimmung übernommen und verkürzt den schwingenden Teil der Saite um einen Halbton, dadurch wird der Klang des Tones höher. Rutscht du jetzt mit deinem Finger vor das 3. Bundstäbchen wird der Ton um einen ganzen Ton höher und wir spielen nun ein G.
Zwischen dem F und dem G liegt ein Halbton und der heißt F#

Im 3. Teil habe ich ein Griffbrett erstellt, dass dir alle Töne aufzeigt, die man mit einer Gitarre über alle Saiten, aber nur bis zum 12. Bund erzeugen kann. Mehr ist nicht nötig, da ab dem 13. Bund wieder ein F folgt 

Dort steht dann auch, dass die einzelnen Bünde der tiefen E-Saite für die Erzeugung folgender Töne verantwortlich sind

00: E (0-Bund = ungegriffen)
01: F
02: F#
03: G
04: G#
05: A
06: Bb
07: B (H)
08: C
09: C#
10: D
11: D#
12: E

Vergleichst du das da jetzt mit der E-Dur-Tonleiter, stellst du fest, dass auch hier die uns  schon bekannten Töne (die weiter oben beschrieben sind - einschließlich Halbtöne) allesamt vorkommen, nicht mehr und nicht weniger. In unserer westlichen Musik baut alles auf dies 12 Töne und Halbtöne auf. In der östlichen Hemisphere werden noch jede Menge Zwischentöne verwendet, weswegen indische oder chinesische oder japanische Musik so fremd wirkt. Ich werde aber nun nicht mehr auf östliche Musik eingehen, da ich sie nicht verstehe. Im folgenden meint Musik nur die westliche!

Das bis jetzt beschriebene ist nicht ganz existenziell für das Spielen einer Gitarre, hilft jedoch ungemein beim Verstehen von Musik und dem was du machen möchtest - nämlich Gitarre spielen!

So kannst du nämlich ersehen das zwischen dem 0-Bund und dem 12.Bund genau eine Oktave liegt. Ein Gitarre kann insgesamt (bis zum 12. Bund der hohen E-Saite 3 Oktaven abdecken.

Aber ein Ton macht noch keinen Akkord aus. Ein Akkord ist eine Abfolge einzelner Töne. Es sollten mindestens 3 sein. Da eine Gitarre 6 Saiten hat, kannst du einen Akkord aus höchstens 6 Tönen bilden.

Nehmen wir mal zB. den Akkord A-Dur

Diesen erzeugst du, wenn du folgende Saitenlängen an folgenden Bundstäbchen verkürzt

 E

Die obere Spalte bezeichnen nun die einzelnen Saiten der Gitarre, wobei das linke E die unterste Saite ist
Die 2. Spalte beginnt mit dem Akkordnamen, dem A
Danach fölgt eine 0 und noch einen 0, das bedeutet, dass hier keine Saiten gegriffen werden. Die beiden Saiten E und A werden also nicht gegriffen.
Danach folgt dreimal die 2, was bedeutet, das du hier links des 2. Bundstäbchens die Saiten auf das Griffbrett drückst (und damit die Saitenlängen der Saiten D, G und H um einen ganzen Ton verkürzt)
Die letzte Saite, das hohe E, bleibt wieder unberührt

Rein Tontechnisch hast du nun einen Akkord erzeugt, der sich so zusammensetzt

 E
 EC# 

Die unterste Zeile benamt nun die gegriffenen Töne. Das ganze klingt (wenn es sauber gegriffen ist nun nicht mehr schräg und unharmonisch, sondern es klingt sauber, harmonisch und nach einem A-Dur-Akkrord

Wie oben erwähnt, habe ich alle Grundakkorde im 2. Teil aufgezeichnet. Das Schema ist immer das selbe und du kannst nun ein paar Übungen machen indem du herausfindest, welche Töne (auf der Gitarre) nun zB. einen C-Dur-Akkord bilden.
----------------
hallo, schön das du wieder da bist, wir machen hier noch ein wenig weiter.
Weiter oben habe ich ja erwähnt, dass ein Akkord auf der Gitarre maximal 6 Töne umfasst, aber bei 5 Fingern kann das schon mal ein Problem sein, oder?
Denn wenn (wie zB beim Akkord Bb weder E, A, D, G, B und E harmonisch klingen), bräuchte man schon mal 6 Finger.
Oder einen sog. Barréegriff. Dabei ersetzt der Zeigefinger eine ganze Menge (bis zu 5) andere Finger, indem er zB. komplett über vor den 1. Bund (über die gesamte Griffbrettbreite) hinweg gelegt wird und die Saiten nach unten drückt. Das zugegebenermaßen bedarf einiges an Übung, damit das sauber klingt und nicht ganz so weh tut.

Gesetzt, du schaffst das und du greifst nun folgenden Akkord

 
??*1 


hast du einen neuen, ganz anders klingenden Akkord erzeugt.
ich bin mal so gemein und ersetze den Namen mit einem ??*1, denn du solltest nun wissen um welchen Akkord es sich handelt. Ganz unten löse ich das Rätsel auf, aber wie gesagt, es hilft ungemein, wenn du selbst auf die Antwort kommst.

Wenn du nun noch einen ganzen Ton (also 2 Bünde) nach oben rutscht, ohne dabei die Finger zu verheddern und durcheinander zu bringen erzeugst du einen neuen Akkord:

 
??*2 

Auch diese Auflösung steht ganz unten.

Vergleiche aber mal diesen (schwer zu greifenden) Akkord mit diesem:

 
??*2 0


und du wirst feststellen, dass sich dieser Akkord sehr ähnlich anhört, so ähnlich, dass sie den selben Namen bekommen können.

Das bedeutet wiederum, dass du nicht unbedingt jeden Akkord mit einem Barréegriff greifen musst, es gibt meist mehrere Möglichkeiten dazu. Die einfachsten sind die Grundakkorde, die bis auf F und Bb und B generell ohne Barrée auskommen.

Viele Gitarristen, stehen mit den Barréegriffen auf Kriegsfuß, sie benutzen folgenden Trick

 

Das bedeutet nun, sie schlagen die beiden tiefen Saiten nicht an und legen ihren Zeigefinger nur über die beiden oberen Saiten. Sie greifen damit ebenfalls ein F, dass eigentlich so gegriffen wird

 

Damit möchte ich diese kurze Hilfe auch schon beenden. Sicherlich werde ich den Artikel noch erweitern und ergänzen
Es gibt wie erwähnt einen 2. Teil, der das Griffmuster aller Grundakkorde beschreibt, teilweise in mehreren, aber bei weitem nicht allen Möglichkeiten und
Es gibt einen Teil 3, der dir alle Töne aufführt, die du auf dem Griffbrett greifen kannst.
Es gibt noch keinen Teil 4, aber ich muss ja noch auf andere Akkorde einegehen wie C7, Dsus4, etc., also wird er wohl kommen...

Viel Spaß


??*1: Die Lösung lautet Bb
??*2: die Lösung lautet C





 
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das meint etwa das selbe, meine ich
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Wieder mal ne tolle Geschichte vom Steffen. LG aus Bärlin
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